Leiter Schiffbau Lukas: „Wenn du Anerkennung willst, beweise sie durch deine Arbeit“
Lukas, Leiter der Schiffbauabteilung bei Marino Group, über seinen Weg von Palanga zu internationalen Projekten, die Führung von Teams und das, was ein Projekt erfolgreich macht.

Die wichtigsten Erkenntnisse
- Lukas ist in Palanga aufgewachsen, hat Schiffbautechnik an der Universität Klaipėda studiert und ab dem dritten Studienjahr nebenbei auf einer Werft gearbeitet.
- Seine Formel für den Projekterfolg: ein gut vorbereiteter Start, detaillierte Projektinformationen und das richtige Team.
- Er schätzt Ergebnisse mehr als Status und führt, indem er anleitet und mit gutem Beispiel vorangeht.
- Ein unvergessliches Projekt: die Reparatur eines 40 Meter hohen Portalkrans auf einer der größten Werften der Welt, auf der rund 10.000 Menschen arbeiten.
Schiffbau ist mehr als Metall, Zeichnungen und gewaltige Konstruktionen. Es geht um Entscheidungen, Menschen und Verantwortung, die manchmal so schwer wiegt wie das Schiff selbst. Lukas, Leiter der Schiffbauabteilung bei Marino Group, ist einer jener Führungskräfte, deren beruflicher Weg auf natürliche Weise mit dem Meer, der Technik und der Leitung internationaler Teams verschmilzt.
Der Anfang: Technik statt Komfort
Lukas‘ Entscheidung war kein Zufall. Nach dem Abitur überlegte er, ob er Wirtschaftswissenschaften studieren sollte – damals eine beliebte Wahl unter seinen Altersgenossen – oder Ingenieurwesen. Ein ausgeprägtes logisches Denkvermögen und eine lebenslange Verbindung zum Meer führten ihn schließlich zur Technik.
„Da ich in Palanga aufgewachsen bin, war das Meer Teil meines Alltags. Mit dem Segen meines Vaters entschied ich mich, Schiffbautechnik an der Universität Klaipėda zu studieren.“
Im dritten Studienjahr begann Lukas, nebenbei auf einer Werft in Klaipėda zu arbeiten. Die praktische Erfahrung neben dem Studium verwandelte Theorie in reale Arbeitsabläufe, und Entscheidungen trugen echte Verantwortung. Später schloss er sowohl seinen Bachelor- als auch seinen Masterabschluss ab und festigte damit sein Fundament im Schiffbauingenieurwesen.
Frühe Herausforderungen und die Formel für den Projekterfolg
Lukas‘ erste Begegnungen mit internationalen Schiffbauprojekten hinterließen einen bleibenden Eindruck – nicht nur wegen der gewaltigen Dimensionen der Schiffe, sondern auch wegen des Umfelds, in dem er arbeitete.
„Als ich zum ersten Mal ein Schiff im Bau sah, wirkte es wie ein Wolkenkratzer aus Metall. In diesem Moment dachte ich: Wie kann das nicht umkippen?“
Neben technischen Herausforderungen traten auch kulturelle auf. Viele Kollegen sprachen Russisch, sodass Lukas nicht nur die Grundlagen des Schiffbaus, sondern auch die Sprache lernen musste. Diese Erfahrung wurde zu einer zentralen Lektion: Der Erfolg eines Projekts hängt nicht nur von der Technik, sondern auch von der Kommunikation ab.
Diese frühen Erfahrungen halfen Lukas später dabei, eine klare Formel für den Projekterfolg zu entwickeln: ein gut vorbereiteter Start, detaillierte Projektinformationen und das richtige Team.
Struktur, Team-Synergie und der menschliche Faktor
Heute, als Leiter der Schiffbauabteilung, legt Lukas Wert nicht nur auf Struktur und Prozesse, sondern auch auf den menschlichen Faktor. Ohne motivierte Menschen kann keine Struktur erfolgreich sein.
„Wenn jemand in seiner Komfortzone feststeckt und sich nicht weiterentwickeln will, wird man keine großen Ergebnisse erzielen.“
Für Lukas bedeutet Führung nicht, von oben herab Anweisungen zu erteilen. Es geht darum, anzuleiten, den Weg zu zeigen und mit gutem Beispiel voranzugehen. Der Führungsstil entwickelt sich mit der Erfahrung: Fehler werden zu Lektionen, und Entscheidungen werden überlegter.
Bei der Leitung länderübergreifender Teams ist der Aufbau von Beziehungen entscheidend. Schon ein kurzes, persönliches Gespräch darüber, wie es jemandem geht, kann das Vertrauen stärken und dazu beitragen, Fachkräfte zu halten.
Geschätzte Kompetenzen: Ergebnisse vor Status
Der Schiffbau ist ein hochspezialisiertes Feld, in dem sich schnell zeigt, wer die Arbeit erledigen kann und wer nur redet. Lukas schätzt Fachkräfte, die Ergebnisse über das Zurschaustellen von Autorität stellen.
„Ich schätze Menschen, die ihre Arbeit erledigen und sich mit dem Umfeld vertraut machen, ohne zu versuchen, Macht zu demonstrieren. Ergebnisse kommen zuerst, Anerkennung kommt danach.“
Dieser Ansatz bestimmt auch, wie Teams zusammengestellt werden: Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Anpassungsfähigkeit an die Anforderungen des Projekts sind die entscheidenden Kriterien.
Unvergessliche Projekte und der Wert des Vertrauens
Auf die Frage nach seinem unvergesslichsten Projekt gibt Lukas zu, dass es schwerfällt, sich für eines zu entscheiden. Ein Vorfall sticht jedoch besonders hervor.
Auf einer der größten Werften der Welt verbog sich plötzlich ein kritischer Portalkran, der die gesamte Anlage versorgte. Der Vorfall drohte, die Arbeit von 10.000 Mitarbeitern zum Stillstand zu bringen.
„Wir stoppten den gesamten Betrieb, reparierten die 40 Meter hohe Konstruktion und retteten damit im Grunde die Werft.“
Die Situation war nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch ein Beweis von Vertrauen: Der Kunde zeigte deutlich, dass das MARINO-Team und seine Führungskräfte auch in kritischen Momenten zuverlässig sind.
Wo der Projekterfolg bei MARINO beginnt
Für Lukas beginnt der Erfolg lange vor der ersten Schweißnaht.
„Je detaillierter die Informationen über das Projekt, den Kunden und die Besonderheiten der Arbeit sind, desto leichter fällt die Auswahl der richtigen Fachkräfte.“
Ein gut vorbereiteter Start verhindert Fehler, und ein sorgfältig ausgewähltes Team ist die halbe Miete für den Projekterfolg. Der Rest hängt davon ab, wie die Fachkräfte vor Ort agieren und MARINO repräsentieren. Wie das in der Praxis funktioniert, erfahren Sie im Bereich Schiffbau und Schiffsreparatur.
Warum MARINO wählen?
Auf die Frage, warum sich Fachkräfte für MARINO und für ihn als Führungskraft entscheiden sollten, antwortet Lukas schlicht: Hier werden Menschen wahrgenommen.
Das Angebot umfasst Stabilität, pünktliche Gehälter, eingehaltene Versprechen und echte berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. MARINO bietet Arbeit nicht nur in Litauen, sondern auch bei internationalen Projekten, unter anderem in Martinique.
Rat für Einsteiger
Am Ende des Gesprächs richtet Lukas eine klare Botschaft an junge Ingenieure und Projektmanager:
„Versuche niemals, deinen Status zu beweisen. Wenn du Anerkennung willst, beweise sie durch deine Arbeit.“
Es ist ein Rat, der seinen eigenen beruflichen Werdegang bei MARINO widerspiegelt – von den ersten Schritten auf der Werft bis zur Leitung internationaler Projekte.
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